Preparedness - Food defense aktuell

11:00 - 11:30 Uhr Fr. 05. Feb.

Beschreibung

Preparedness
Dr. Christiane Ernst, Dr. Jörg Schulenburg, Dr. Katja Alt

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat gezeigt, dass moderne Kriegsführung auf eine Kombination der Nutzung konventioneller und nicht konventioneller Waffen sowie hybrider Kriegsführung setzt.
Generalleutnant André Bodemann, Stellvertreter des Befehlshabers Operatives Führungskommando der Bundeswehr hat in Rahmen der KRITIS-Konferenz 2026 in Düsseldorf eine eindeutige Botschaft gesendet: "Die hybride Bedrohungslage gegen Deutschland nimmt in Quantität und Qualität stetig zu: Cyberangriffe, Sabotage, Desinformation. Kein anderes Land in Europa ist derzeit so stark im Visier!“ Ein Satz bleibt besonders hängen: „Der Schaden wird größer sein und mehr kosten als die Investition in Resilienz."
Sicherheitsvorsorge ist nicht nur eine gesamtstaatliche, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Resilienz fängt bei jedem von uns an.
Aber wie ist Deutschland auf solche Bedrohungsszenarien vorbereitet? Wie sieht der Plan für die Gesamtverteidigung aus?
Die Tatsache, dass ein staatlicher Akteur als Aggressor über weitgreifende Kompetenzen und Möglichkeiten verfügt, bedingt einen Paradigmenwechsel bei der konkreten Gestaltung von Schutzmaßnahmen.
Ein Meilenstein für mehr Resilienz ist das KRITIS-Dachgesetz, das im Frühjahr in Kraft trat. Es stellt hohe Anforderungen an die Resilienz kritischer Unternehmen, die signifikante Teile der Bevölkerung versorgen.
Aber die Lebensmittelwirtschaft ist geprägt durch viele kleinere Unternehmen und wir können es wir uns nicht leisten, den Blick allein auf die großen Player zu richten.
Folglich bestehen in Deutschland weiterhin Defizite, die derzeit nur durch freiwillige Initiativen der Lebensmittelunternehmer auszuräumen sind. Als Anstoßgeber dafür und als Berater können beamtete Tierärzte und Tierärztinnen einen wichtigen Beitrag leisten.
Bund und Länder haben Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit möglichen Szenarien, mit Frühwarnsystemen, zielführenden Kommunikationsstrategien und dem Nachweis der in Frage kommenden Agenzien befassen.
Die Komplexität des Themas und die Notwendigkeit für ein konzertiertes Zusammenspiel verschiedenster Player in Bund und Ländern sowie der Privatwirtschaft stellt uns vor große Herausforderungen. Um diese zu bestehen, ist eine enge Vernetzung und ein ständiger Informationsaustausch „conditio sine qua non“.

Referent

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Schwabenlandhalle - Auberlen

Hauptprogramm

Dieser Programmpunkt ist Teil des folgenden Hauptprogrammpunkts. Gehe auf Details um alle zugehörigen Unterprogrammpunkte zu sehen.

11:00 - 13:00 Uhr FR. 05. FEBRUAR
Veterinary Public Health - Alte und neue Herausforderungen [Block 1]

Ein gesondertes Ticket für dieses Seminar erhalten Sie im Ticketshop. Maximale Teilnehmerzahl: 75 Personen

Schwabenlandhalle - Auberlen